Leserbrief zu: „Carsten Ausmann entschuldigt sich…“

CDU sollte lieber ruhig bleiben

Nun regt sich also der Fraktionsvorsitzende der CDU im Saerbecker Rat im Namen seiner Fraktion über seinen Kollegen der SPD auf. Dieser hat mit einigermaßen derben Worten kritisiert, dass die CDU im Kreistag das Sozialticket für den Kreis Steinfurt blockiert hat. Dabei sprach er für seine christdemokratische Fraktion von „Verunglimpfung, Beleidigung und Intoleranz“.

Man kann von den Worten des SPD-Fraktionsvorsitzenden halten was man will. Aber auch die CDU sollte Facebook-Einträge nicht auf die Goldwaage legen. Ich bin sehr froh, dass im Internet bislang noch ein lockerer Ton herrscht und die viel zu oft verlogen politisch-korrekte Sprache noch nicht zum Standard geworden ist. Die CDU hat wohl noch nicht das Internet und seine Kommunikationsformen begriffen.
Danke Carsten Ausmann für die offenen Worte, auch wenn sie inzwischen gelöscht wurden. In der Tat sollte sich ein Politiker, der sich christlich nennt für die Entscheidung seiner Kollegen im Kreistag schämen, und das sollte man auch ehrlich sagen können. Mit verlogenen Argumenten wie dem „Lohnabstandsgebot“ den wirklich bedürftigen ein Sozialticket zu verhindern, das dem Kreis keinen Cent gekostet hätte, hat nichts mit Christlichkeit zu tun. Und was die Wortwahl angeht: die Saerbecker CDU nimmt auch kein Blatt vor den Mund wenn es um die politischen Kontrahenden geht. Nur passt man vielleicht etwas besser auf, was in der Zeitung steht. Gerade der Fraktionsvorsitzende sollte lieber ruhig bleiben und selbstkritisch sein anstatt scheinheilig über andere zu schimpfen.

Hermann Stubbe, sachkundiger Bürger für Bündnis 90 / Die Grünen

 

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