Anti-Atomdemo am 25.4.2009

Zunehmend stellt sich die Atomindustrie und die politische Atomlobby als Klimaschützer dar, um den Atomausstieg zu verhindern bzw. den Bau neuer Atomkraftwerke zu begründen. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla bezeichnete die Kernkraft im Umweltkonzept seiner Partei sogar als „Öko-Energie“.

Bei dieser Argumentation wird verschwiegen, dass die CO2 – Emissionen von Atomstrom durch die energieaufwendige Urangewinnung bei deutschen Kernkraftwerken bei ca. 130 g pro kWh. Dieser Wert liegt sogar über dem moderner Gaskraftwerke mit Wärmeauskopplung. Auch wird der Stellenwert des Atomstroms für unseren Energiebedarf immer überschätzt. Die Kernenergie liefert nur 6% des gesamten deutschen Energieverbrauchs und spielt daher für den Klimaschutz eine untergeordnete Rolle. Weiterhin nicht gelöst sind aber die Gefahren durch Störfälle, terroristische Anschläge und die seid 50 Jahren nicht gelöste Problematik der Endlagerung des radioaktiven Mülls. Das schlimme Scheitern der bisherigen Endlagerprojekte in Morsleben und Asse II zeigt auf fatale Weise, dass die Befürchtungen wieder einmal berechtigt waren und sichere Endlagerkonzepte nicht existieren.

Gegen eine „ Renaissance“ der Atomenergie und zum Andenken an die Katastrophe von Tschernobyl findet am 25.4. in Münster eine Demonstrationsveranstaltung statt, die von verschiedenen Gruppen organisiert wird. Die Demonstration beginnt mit einer Auftaktveranstaltung um 11 Uhr am Hindenburgplatz und endet ca. 13 Uhr am Prinzipalmarkt. Die Saerbecker Grünen unterstützen die Veranstaltung mit einer Spende und bieten Mitfahrgelegenheiten an. Ansprechpartner sind Hermann Stubbe (Tel. 928418, E-mail:mail@hermann-stubbe.de) und Ewald Baar (Tel. 1241)

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